Bach – Das wohltemperierte Clavier u. Goldberg-Variationen

Eigentlich fürs Cembalo geschrieben – denn nichts anderes war das „Clavier“ zu Bachs Zeiten –, höre ich diese Werke gern auf beiderlei Art Tasteninstrument gespielt. 

Deshalb habe ich sowohl von Das wohltemperierte Clavier wie auch den Goldberg-Variationen  jeweils zwei Versionen in meiner Sammlung. Hier mehr zum Thema Cembalo oder Klavier?

Das wohltemperierte Clavier Bd. 1 & 2 BWV 846–893

+Goldberg-Variationen BWV 988 u. a.

Bob van Asperen, Cembalo

Virgin, 1987-1990, 6 CDs

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Nach fast 30 Jahren für mich immer noch eine der besten Einspielungen. Frisch und flott gespielt, mit schönem Cembalo-Klang! 

Das wohltemperierte Klavier Bd. 1 & 2 BWV 846–893

Friedrich Gulda, Klavier

1972–1973, MPS, 4 CDs

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Hier ist der Klang nicht perfekt, weil zu hart und direkt. Im zweiten Buch fällt er nochmals ab, weil das Klavier deutlich weniger Volumen hat und dadurch dünner klingt. Aber die Stücke sind für mich perfekt gespielt: Virtuos, präzise – oft fast wie ein Uhrwerk – und völlig frei von romantischem Schwulst – dabei dennoch nie emotionslos. 

Ich versuchte mich immer wieder, in andere Aufnahmen, auch der „romantisierenden“ Fraktion einzuhören, kam allerdings immer wieder zu dieser Einspielung zurück. 

Goldberg-Variationen BWV 988

Murray Perahia, Klavier

2000, Sony, CD

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Die ist eine meiner liebsten Klavier-Aufnahmen überhaupt, sie berührt mich durch und durch. Perahia hält sich bei seinem Spiel selbst angenehm zurück und lotet die Variationen sehr tief aus, Auch klangtechnisch ist diese Aufnahme sehr schön rund und angenehm eingefangen.