Bücher über Buchführung

Bücher, die angehende Freiberufler oder Kleinunternehmer in die für sie bedeutsamen Buchführungspflichten einführen, sind rar, aber es gibt einige wenige Empfehlungen!

Ohne Buchführung geht es auch im Kleinen nicht. Glücklicherweise existieren Sonderregelungen, die dieses Thema Kleinbetrieben, Einzelunternehmen oder Freiberuflern unter bestimmten Bedingungen ein wenig erleichtern sollen. Dazu gehört u. a. der Wegfall einer Bilanzierungspflicht und der damit verbundenen „doppelten“ Buchführung.

 

Ich denke jedoch, dass es den meisten Kleinselbstständigen so geht wie mir auch: Man ist Fachfrau oder Fachmann auf bestimmten Gebieten, die Betriebswirtschaft gehörte bislang allerdings nicht dazu. Deswegen sind zum Einstieg auch schon die vereinfachten Bedingungen schwierig genug, besonders in Kombination mit der Zeitknappheit, unter der die Gründungsphase erfahrungsgemäß leidet.

 

Man kann die Buchführung nun vollständig oder teilweise an Fachleute (Steuerberater) abgeben, sinnvoll ist es dennoch, zumindest die Grundlagen nachvollziehen zu können. Dafür entdeckte ich zwei Helfer, deren Zielgruppen genau die oben angesprochenen Kreise sind.

Crashkurs Buchführung für Selbstständige

inkl. Arbeitshilfen online

Iris Thomsen

208 S., Taschenbuch

Haufe, 2016

ISBN 978-3-648-08721-3

19,95 EUR (Print)  JPC

16,99 EUR (E-Book PDF)  


Freiberufler: Fit fürs Finanzamt

Buchführung, Rechnungen, Steuern & Co.

Constanze Elter

236 S., Taschenbuch

Wiley VCH, 2015

ISBN 978-3-527-50853-2

18,99 EUR (Print)

13,99 EUR (E-Book PDF)  

Achtung! Zum Jahreswechsel auf 2018 scheint eine Neuauflage geplant!


Die Zielgruppen mögen sich ähneln, dennoch gehen beide Autorinnen unterschiedlich an das Thema heran. Schon äußerlich wirkt Thomsens Buch sehr klar strukturiert. Ein übersichtliches Layout mit vielen Abbildungen hilft, das Gelesene schnell zu verarbeiten und zu behalten. An Bilder erinnere ich mich offenbar lieber (oder besser) als an Worte.

 

Elters Buch wirkt – auf mich – deutlich unübersichtlicher. Das mag einerseits an der deutlich geringeren Zahl der Abbildungen liegen, andererseits an den vielen Info-Blöcken, die den Lesefluss oft stören. Der Text selbst ist ansonsten gut geschrieben und gut zu „verdauen“. 

 

Beide Bücher gefielen mir also gut und ich kann sie beide empfehlen. Thomsen bietet den schnelleren Lerneffekt für die wichtigen Grundlagen, Elters flechtet geschickt die eine oder andere, darüber hinausgehende, hilfreiche Zusatzinformation ein. Weil es mir in diesem Vergleich in erster Linie um das schnelle Hineinfinden in das Thema Buchführung für Kleinunternehmer ging, liegt Thomsen für mich persönlich mit einem halben Punkt Vorsprung ganz knapp in Führung.